MOLAB

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Moderner Landwirtschaft und zukunftsorientierte Ausbildung
 
Das Projekt bringt Partner aus drei Ländern/Regionen zusammen, in denen sowohl die Technologien in der Landwirtschaft als auch die Digitalisierung von Prozessen sehr unterschiedlich sind: Thüringen mit seinen relativ großen landwirtschaftlichen Betrieben und Malopolska mit eher kleinteiligen Bauernhöfen, Estland mit seinem hohen Grad der Digitalisierung und großen Akzeptanz von digitalen Anwendungen. Es soll ein Austausch zwischen den Partnern stattfinden zu den gegenwärtigen Lehrplänen für einen Land- und Tierwirt unter Beachtung der Aspekte:
  • Verortung der landwirtschaftlichen Betriebe in den Partnerregionen auf der Innovationskette elektronische Überwachung – Steuerung/Regelung – Automatisierung – Smart- Farming
  • Digital Farming – Shared Economy Farming und damit verbundene Anforderungen an die Ausbildung,
  • Spagat der landwirtschaftlichen Betriebe zwischen Ökologie und Ökonomie und daraus resultierende Anforderungen an die Kompetenzen, die Einstellung und das Bewusstsein für die Optionen des eigenen Beitrages von Landwirten hierzu und zu den Anforderungen an die Ausbildung zu deren Erwerb (beispielhaft am Scannen der Felder und dem dadurch optimierten und technisierten Einsatz von Düngemitteln.

Ziel des Austausches ist es primär, den Wissenstand der Partner auf ein hohes Niveau zu bringen, beispielhafte Entwicklungen in den Ländern vorzustellen, Impulse für Ideen und Handlungen zu geben, Initiativen in der eigenen Arbeit auszulösen. Zielgruppen für das Austauschprojekt im Sinne der Partnerschaft sind Ausbildungseinrichtungen (Führungskräfte, Lehrende), Vereinigungen und Netzwerke landwirtschaftlicher Betriebe sowie Strukturen, die Ausbildungsinhalte (Lehrpläne) entwickeln, bewerten oder bestätigen. Darüber hinaus ist es vorgesehen, politische und staatliche Institutionen, die für das Gesamtvorhaben und die Entwicklung einer Landwirtschaft 4.0 wichtig sind, im Rahmen der für die Partner und kooperierenden Strukturen möglichen Wege einzubeziehen. Es sind zwei Branchen, die das Projekt anspricht: Der Ausbildungsbereich und die Landwirtschaft. Ein Nutzen ergibt sich primär für die Ausbildungseinrichtungen durch die Vorstellung erfolgreicher Entwicklungsbeispiele bei den Partnern und Rückkopplung auf den eigenen Verantwortungsbereich sowie durch Erkenntnisse zu Entwicklungsstadien der Landwirtschaft 4.0 und den daraus resultierenden Anforderungen an die Ausbildung.

The project brings together partners from three countries / regions in which both the technologies in agriculture and the digitization of processes are very different: Thuringia with ist relatively large farms and Malopolska with more small-scale farms, Estonia with its high degree of digitization and great acceptance of digital applications. There should be an exchange between the partners about the current curriculum for a farmer and animal farmer taking into account the following aspects:
  • Location of agricultural enterprises/farms in the partner regions along the innovation chain from control / regulation via automation - smart farming.
  • Digital farming up to shared economy farming and as a result VET requirements.
  • Balancing between ecology and economy and the resulting requirements for competencies of skilled work force, attitudes and awareness of the options for farmers' own contribution to this and the requirements for training to acquire them.

The primary objective of the exchange is to bring the partners' state of knowledge to a high level, to present exemplary developments in the countries, to give impulses for ideas and actions, to trigger initiatives in their own work. Target groups for the exchange project in the sense of the partnership are training institutions (managers, teachers), associations and networks of agricultural holdings as well as structures that develop, evaluate or confirm VET content (curricula). In addition, it is planned to include political and stately institutions, which are important for the project and the development of Agriculture 4.0. In this regard the partner’ options und those of the cooperating structures within the frame of the project have to be taken into account.
The project addresses two sectors: the training area and agriculture. The primary benefit for the training institutions is the presentation of successful development examples to the partners and feedback on their own area of responsibility, as well as knowledge about the development stages of Agriculture 4.0 and the resulting training requirements.

Final Meeting des Projektes am 03-04.03.2022 in Erfurt
Zusammenfassung des Projektes finden Sie hier: Projektzusammenfassung
An beiden Tagen wurde durch die beteiligten Partner der Arbeitsstand reflektiert und die Ideen für ein Nachfolgeprojekt vorgestellt und diskutiert.
Am Meeting nahmen die Projektpartner aus Polen, Estland und Deutschland teil.
Das Programm des Meetings sah auch den Besuch des UNESCO Biosphären Reservat „Thüringer Wald“ vor.
Am Rande des Projektes wurde der Einsatz von Praktikenten in Thüringer Landwirtschaftsunter-nehmen vereinbart.

Treffens der Projektpartner MO-LAB am 15. und 16.11.2021 in Tallinn.
Die Projektunterlagen finden Sie hier: Präsentationen Meeting Tallin
2020 war das Jahr der Green Deal-Strategien für die Europäische Union. Im Mai hat die Europäische Kommission die Strategie „Farm to Fork“ und „Biodiversität“ ange-nommen. Letztlich sollen die generellen Ziele, gemeinsam für eine wettbewerbsfä-hige und nachhaltige Zukunft arbeiten, die die Natur respektiert, erreicht werden. Dafür sollen 25 % des gesamten EU-Landwirtschaft Kulturlands bis 2030 biologisch bewirtschaftet sein. Diese Entwicklung wird flankiert durch eine Reduzierung des Pestizideinsatzes um 50 % und eine Reduzierung des Düngemitteleinsatzes um 20%.
Die Ausweitung des ökologischen Landbaus in Estland hat sich aktuell verlang-samt.
Die Preise für Getreide, dem wichtigsten Bio-Export, sind erheblich gefallen, was es für Bio-Produzenten schwierig macht über die Runden zu kommen.
Schwerpunkt des Meetings waren die Erfahrungen des estnischen Partners und seiner Kooperationspartner in diesem Gesamtprozess. Die estnische Agrarwirtschaft sieht sich vielfältigen aktuellen Herausforderungen gegenüber und muss diese in den anerkannten Ausbildungsberufen abbilden. Gerade die grünen Berufe bieten Kombinationen von high tech, Biologie und Chemie. Wer diese Berufe erlernt, wird Landschaftspfleger, schafft erneuerbare Energien und schafft die Voraussetzungen für die Ernährung der Menschen. Die Auszubildenden übernehmen die Verantwortung für Menschen, Tiere, Pflanzen und die Gesundheit des Bodens.
Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, bedarf es eine gute Ausbildung, die die aktuellen Trends (CO2- und Methan- Reduzierung) zeitnah aufnimmt. Durch unseren internationalen Erfahrungsaustausch kommt der europäische Blick dazu.



Die Ziele der Europäischen Union lassen sich nur erreichen, wenn den Landwirten von morgen schon heute in der Ausbildung ein realistisches Bild der zukunftsfähigen und ökologischen Wirtschaftsweise vermittelt wird. Die Ökolandbauinhalte werden in der beruflichen Bildung der Berufsbilder Landwirt/Tierwirt-in aufgegriffen, dies lässt der Erfahrungsaustausch mit den aufgesuchten landwirtschaftlichen Betrieben, Saidafarm und Ökoeiproduktion erkennen. Diese Projektpartner organisieren Projektwochen mit Exkursionen zu ihren Biobetrieben und Gastvorträgen.



Die Ergebnisse des Projekts MO-LAB sollen hierfür als Basis für die weitere Arbeit dienen. Insbesondere folgender Handlungsbedarf besteht:
  • Förderung und Verstetigung des Austauschs und der Vernetzung zwischen allen Bildungsakteuren;
  • stärkere Integration des Ökolandbaus in Berufs- und Fachschullehrpläne der Länder und in die Schulcurricula;
  • Verbreitung guter Beispiele für die Integration des Ökolandbaus aus Berufsschulen, Fachschulen, der ÜBA und dem Prüfungswesen;
  • Erstellung bedarfsgerechter Unterrichtsmaterialien sowie Schaffung einer zentralen Informationsplattform und regionaler Austauschplattformen;
  • Förderung von Exkursionen zu Biobetrieben: finanzielle Unterstützung für Fahrten und Betriebsleiter, Schaffung von Exkursions-Betriebsnetzwerken, Erstellen von Übersichtskarten der Exkursionsbetriebe und Abbau bürokratischer Hürden


Meeting des Projektes „MO-LAB” in Polen.
Am 05.07. und 06.07.2021 fand das 2. Meeting beim Projektpartner UNIVERSITY OF AGRICULTURE IN KRAKOW statt.
Die Projektunterlagen finden Sie hier: Präsentationen Meeting Krakau



Die Universität bereitet Landwirtschaftsfachkräfte darauf vor, die Herausforderungen der gegenwärtigen nachhaltigen Entwicklung auf der Grundlage ökologischer Regeln für das Management und die Nutzung der Erdressourcen zu bewältigen.
Die Universität entwickelt sich in vielen Richtungen durch:
  • die Anpassung traditioneller Studienbereiche an die künftigen Bedürfnisse der Landwirtschaft und der natürlichen Umwelt durch Änderung der derzeitigen Lehrprogramme, um den Erwartungen der jungen Generation gerecht zu werden und den sozioökonomischen Veränderungen in Polen und in der EU zu entsprechen und durch die Entwicklung neuer Lehr- und Forschungslinien, die die perspektivische Entwicklung abbilden.
Im Senatssaal der Universität begrüßte der Vize-Rektor Prof. Dr. hab. Andrzej Sechman die Teilnehmer und stellte die Lehrkräfte vor, die anschließend über den aktuellen Forschungsstand berichten werden.
Frau Dipl. Ing. Hrytsyshyn, Vorstandvorsitzende ThAEP e.V., informierte über den aktuellen Projektstand und zeigte die vor den Partner liegenden Aufgaben auf.
Die Projektpartner ergänzten weitere Elemente Ihrer Unternehmungen und informierten über Innovationen, die Eingang in die Berufsausbildung finden.
Prof. Andrzej Sechmann bedankte sich bei den Teilnehmern für die Beiträge und die Diskussion und beendete das Meeting. Gleichzeitig erinnerte er an die morgige Exkursion in das Gestüt Stadnina Koni Michałów.
Eines der staatlichen Araber-Gestüte in Polen besuchte das MO-LAB Projekt- Team am 07.07.2021. Es befindet sich in Michałów bei Pinczów. Es wurde 1953 gegründet. (www.michalow.arabians.pl.).
Nach einem ausgiebigen Rundgang durch die Stall- und Außenanlagen wurden die Auszeichnungen und Trophäen vorgestellt. Alle Teilnehmer waren begeistert von der Schönheit der Pferde und der Sauberkeit der Anlagen.




Kick-Off Meeting des Projektes „MO-LAB”
Die Projektunterlagen finden Sie hier: Präsentationen Kick-off Meeting
Am 29.04.2021 konnte nach mehrfacher Verlegung, aufgrund der pandemischen Lage, des Termins das Kick-Off Meetings stattfinden.
Unter hybriden Bedingungen, unter denen die Teilnehmer online als auch -mit negativem Test- präsent, konnte das Treffen, organisiert von der Thüringer Agentur für Europäische Programme e. V. – Lead Partner, der Agrar GmbH Crawinkel/Thüringeti (Gastgeber) und der Impulsregion Erfurt Weimar Jena durchgeführt werden.
Nach einleitenden Worten von Frau Dipl. Ing. Hrytsyshyn, Vorstandvorsitzende ThAEP e.V., begrüßte Herr Egon Primas, MdL Thüringen (a.D.) als auch Herr Volkmar Bauer von der Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung Erfurt die Teilnehmer.
Die Projektpartner stellten Ihre Unternehmungen, sowie die Ressourcen, mit denen das Projekt zum Erfolg gebracht werden wird dar.


Als Lead-Partner stellte die Thüringer Agentur für europäische Projekte als Lead-Parnter Ihre eigene Arbeit sowie die kommenden Herausforderungen und Aufgaben dar.
Als wichtiger Partner aus dem Bereich der Wissenschaft stellte Vize-Rektor
Prof. Dr. hab. Andrzej Sechman interessante Einblicke in die Geschichte und wissenschaftliche Arbeit der Landwirtschaftlichen Universität Krakau vor.
Der Geschäftsführer der Chemtrade Estonia OU, Herr Dmytro Nikulin und sein Projektmitarbeiter Herr Alex Sadovsky skizzierten die in Ihrem Haus entwickelten, fortschrittlichen Herangehensweisen zur zielgerichteten Düngung von Nutzpflanzen vor.
Als Gastgeber konnte Geschäftsführer Heinz Bley der Agrar GmbH Crawinkel / Thürengeti den Agrarbetrieb vorstellen, der extensive Tierwirtschaft mit Naturschutz und Tourismus auf beeindruckende Weise verbindet.

Die weiteren Aufgaben und Terminabsprachen aller Partner wurden diskutiert und beschlossen, so dass die nächsten Schritte bis zum nächsten Projekttreffen Anfang Juli bearbeitet werden können.

Zum Abschluss ermöglichte unser Gastgeber die Besichtigung des ca. 2500 Ha großen Betriebsareales mit seinen zahlreichen Besonderheiten, wie der sortenreichsten Schmetterlingswiese Deutschlands und den zahlreichen Herden, auch seltener Rassen wie z.B. dem Heckrind.




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